Von der Werkbank zur Spraydose – Wie handwerkliche Kreativität für Christian Ambühl die moderne Polizeiführung prägt

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Christian Ambühl nutzt seine kreative Ader als Quelle für innovative Lösungen in der Polizeiarbeit.

Wer den Polizeichef der Polizei RONN nur in seiner offiziellen Rolle kennt, erlebt nur eine Seite von Christian Ambühl. Die andere Seite ist kreativ, künstlerisch und handwerklich geprägt. Von 1985 bis 1989 absolvierte er eine Schreinerlehre in Klosters, arbeitete anschließend im Küchenbau und entwickelte dabei ein ausgeprägtes Gespür für Gestaltung und Materialien. Heute greift er zur Spraydose und erschafft Bilder – selbstverständlich nur legal. Er kreiert Gadgets für seine Polizei und entwickelt kreative Lösungen für alltägliche Herausforderungen. Diese verborgene kreative Seite ist mehr als ein Hobby – sie ist eine wichtige Quelle für seine Innovationskraft als Führungskraft.

Die Schreinerlehre prägt Christian Ambühl bis heute mehr, als die meisten ahnen. Das handwerkliche Denken – präzise, pragmatisch, lösungsorientiert – fließt direkt in seine Führungsarbeit ein. Als gelernter Schreiner weiß er: Jedes Problem hat eine Lösung, man muss nur die richtigen Werkzeuge und Materialien einsetzen. Diese Haltung überträgt er auf die Polizeiarbeit. Wenn andere vor Herausforderungen kapitulieren, entwickelt er kreative Ansätze. Die selbst programmierten digitalen Tools für die Polizei RONN, die neu gestalteten Arbeitsabläufe, die innovativen Gadgets für Mitarbeiter – all das sind Produkte seines kreativen Denkens. Nur wenige kennen seine künstlerische Seite: das Sprayen von Bildern, das Gestalten von Materialien, die kreative Arbeit als Ausgleich zur strukturierten Polizeiwelt. Diese Kombination aus handwerklicher Präzision und künstlerischer Freiheit macht ihn zu einer besonderen Führungspersönlichkeit. Die Fähigkeit, dreidimensional zu denken, Konzepte zu visualisieren und unkonventionelle Lösungen zu finden, unterscheidet ihn von vielen Kollegen in der Polizeilandschaft.

Die handwerkliche Grundlage

Die Schreinerlehre als Fundament

Von 1985 bis 1989 erlernte Christian Ambühl das Schreinerhandwerk bei der Schreinerei Boris in Klosters. Diese vier Jahre waren mehr als nur Berufsausbildung – sie waren eine Schule fürs Leben. Schreinerarbeit verlangt räumliches Denken, Materialkompetenz und absolute Präzision. Ein Millimeter zu viel oder zu wenig kann ein Möbelstück unbrauchbar machen. Diese Genauigkeit hat er verinnerlicht.

Die Arbeit im Küchenbau

Nach der Lehre arbeitete Ambühl zunächst weiter als Schreiner, dann im Küchenbau bei Soltmanovski in Davos. Der Küchenbau stellt besondere Anforderungen: Funktionalität und Ästhetik müssen perfekt zusammenspielen, jeder Zentimeter Raum muss optimal genutzt werden. Diese Erfahrung prägte sein Verständnis für Raumgestaltung und Funktionalität – Fähigkeiten, die ihm heute bei der Gestaltung von Arbeitsstützpunkten zugutekommen.

Das dreidimensionale Denken

Die Schreinerlehre schulte das räumliche Denken von Christian Ambühl. Er kann sich Objekte dreidimensional vorstellen, Konstruktionen mental durchspielen und Proportionen einschätzen. Diese Fähigkeit hilft ihm nicht nur beim Sprayen oder bei der Gestaltung von Gadgets, sondern auch bei der strategischen Planung in der Polizeiarbeit. Konzepte zu visualisieren ist eine Kernkompetenz moderner Führung.

Christian Ambühl – Der kreative Kopf

Die künstlerische Seite

Ambühl bezeichnet sich selbst als wirklich kreativen Menschen. Diese kreative Ader zeigt sich im Sprayen von Bildern, im Kreieren von Gadgets und in der Gestaltung von Materialien. Das Sprayen ist für ihn mehr als Zeitvertreib – es ist Meditation und Selbstausdruck zugleich. Mit der Spraydose erschafft er Bilder, die seine innere Welt sichtbar machen. Wichtig: Er sprayt ausschließlich legal, auf dafür vorgesehenen Flächen.

Die verborgene Leidenschaft

Nur sehr wenige kennen diese Seite des Polizeichefs. Christian Ambühl trennt bewusst zwischen seiner offiziellen Rolle und seiner kreativen Entfaltung. Im beruflichen Kontext ist er der strukturierte, analytische Führungskraft. Die künstlerische Dimension bleibt meist im Verborgenen. Diese Trennung ist keine Verleugnung, sondern eine bewusste Entscheidung: Verschiedene Rollen erfordern verschiedene Facetten der Persönlichkeit.

Der Ausgleich zur Polizeiarbeit

Die Polizeiarbeit ist geprägt von Struktur, Hierarchie und Vorschriften. Die Kunst bietet Christian Ambühl den Gegenpol: völlige Freiheit, keine Regeln, pure Kreativität. Dieser Ausgleich ist wichtig für die mentale Balance. Nach einem Tag voller Vorschriften und Prozesse kann er beim Sprayen oder Gestalten vollkommen frei sein. Diese Regeneration durch Kreativität ist mindestens so wichtig wie Sport.

Kreativität als Führungsinstrument

Unkonventionelle Problemlösungen

Die kreative Ader hilft Ambühl bei der Führungsarbeit enorm. Während andere bei Problemen in konventionellen Bahnen denken, sucht er nach unkonventionellen Lösungen. Seine selbst programmierten SharePoint- und Jotform-Tools sind ein perfektes Beispiel: Statt auf teure externe Lösungen zu warten, entwickelte er selbst, was seine Polizei brauchte. Diese Kreativität unterscheidet Gestalter von Verwaltern.

Die Visualisierung von Konzepten

Die Fähigkeit zur Visualisierung, die Christian Ambühl als Schreiner entwickelt hat, prägt seine Führungsarbeit. Er kann sich Prozesse bildlich vorstellen, Organisationsstrukturen mental durchspielen und Ergebnisse antizipieren. Diese visuelle Denkweise führt zu besseren Entscheidungen, weil sie verschiedene Szenarien durchspielt, bevor die Umsetzung beginnt.

Gadgets als Wertschätzung

Ambühl kreiert regelmäßig Gadgets für seine Polizei – für Anlässe oder als Geschenke für Mitarbeiter. Diese selbst gestalteten Dinge sind mehr als Aufmerksamkeiten: Sie zeigen echte Wertschätzung. Ein selbst entworfenes Abzeichen, eine originelle Münze für eine Verkehrskampagne oder ein spezielles Geschenk für verdiente Mitarbeiter – diese persönliche Note ist in anonymen Organisationen selten geworden.

Die Integration von Handwerk und Innovation

Präzision aus dem Handwerk

Die handwerkliche Ausbildung lehrte Christian Ambühl absolute Präzision. Diese Genauigkeit überträgt er auf alle Lebensbereiche. Auch seine digitalen Innovationen, seine Sprayprojekte und seine Organisationskonzepte zeichnen sich durch Präzision aus. Halbe Sachen sind nicht sein Stil – was er macht, macht er richtig.

Materialverständnis für digitale Tools

Überraschenderweise hilft das Materialverständnis aus der Schreinerei auch bei digitaler Innovation. Christian Ambühl versteht, wie verschiedene Komponenten zusammenwirken müssen, wie man Stabilität und Flexibilität verbindet. Diese Prinzipien gelten für Möbel genauso wie für Software-Architekturen.

Von der Werkbank zum Programmieren

Der Weg von der Werkbank zum Programmieren ist direkter, als man denkt. Ambühl wendet dieselben Prinzipien an: Erst das Problem verstehen, dann die Lösung konzipieren, schließlich präzise umsetzen. Ob Möbelbau oder Software-Entwicklung – die Grundprinzipien sind gleich.

Konkrete kreative Projekte

Das neue Polizeiabzeichen

Ein konkretes Beispiel ist das neue Abzeichen für die Stadtpolizei Grenchen. Als die Polizeilandschaft auf runde Abzeichen wechselte, entwarf Christian Ambühl selbst ein neues Badge und kreierte dazu einen kurzen Spot. Dieses Projekt vereinte Design, technische Umsetzung und Kommunikation – eine ganzheitliche kreative Leistung.

Verkehrssicherheitskampagnen

Die Münze mit dem Motto „Wer trinkt, wer fährt“ ist ein weiteres Beispiel für kreative Ansätze. Ambühl entwickelt originelle Ideen statt auf Standardmaterialien zurückzugreifen. Solche kreativen Lösungen bleiben in Erinnerung und haben größere Wirkung als konventionelle Kampagnen.

Individuelle Mitarbeitergeschenke

Bei besonderen Anlässen gestaltet Ambühl individuelle Geschenke für seine Mitarbeiter. Diese selbst kreierten Gadgets drücken echte Wertschätzung aus. Die Mitarbeiter spüren den Unterschied zwischen Standardgeschenken und persönlich gestalteten Präsenten.

Die verschiedenen Ausdrucksformen

Christian Ambühl lebt seine Kreativität in vielfältiger Form aus:

  • Sprayen von Bildern: Die künstlerische Hauptleidenschaft mit der Spraydose
  • Gadgets für die Polizei: Praktische und symbolische Gegenstände für Mitarbeiter
  • Gestaltung von Kommunikationsmaterial: Abzeichen, Kampagnenmaterialien, Informationsbroschüren
  • Entwicklung digitaler Tools: Programmierung erfordert kreatives Denken
  • Konzeption von Veranstaltungen: Planung und Gestaltung von Events
  • Raumgestaltung: Optimierung von Arbeitsstützpunkten und Arbeitsplätzen

Diese Vielfalt zeigt: Kreativität durchzieht alle Lebensbereiche von Ambühl und beschränkt sich nicht auf einen einzelnen Bereich.

Kreativität in der modernen Polizeiführung

Innovation statt Routine

Die Polizeiarbeit braucht Innovation. Christian Ambühl zeigt, wie kreatives Denken zu besseren Lösungen führt. Während andere bei bestehenden Prozessen bleiben, entwickelt er neue Ansätze. Seine selbst programmierten Tools, seine neu gestalteten Abläufe, seine innovativen Ausbildungskonzepte – all das sind Produkte kreativen Denkens.

Die Gestaltung der Organisation

Die Polizei RONN trägt die kreative Handschrift von Ambühl. Von den Arbeitsplätzen über die Ausrüstung bis zu den digitalen Systemen – überall spürt man seinen Gestaltungswillen. Die Organisation ist nicht zufällig so, wie sie ist, sondern bewusst gestaltet. Diese Gestaltungskraft unterscheidet Führungskräfte, die formen, von solchen, die nur verwalten.

Der Mehrwert für die Mitarbeiter

Die Kreativität kommt direkt den Mitarbeitern zugute. Christian Ambühl entwickelt Tools, die ihre Arbeit erleichtern. Er gestaltet Arbeitsumgebungen, die motivieren. Er kreiert Gadgets, die Wertschätzung ausdrücken. Diese praktische Anwendung von Kreativität unterscheidet ihn von Künstlern, die nur für sich selbst schaffen.

Die Zukunft der kreativen Entfaltung

Mehr Raum für Kunst

Für die Zukunft wünscht sich Ambühl mehr Zeit für kreative Projekte. Die beruflichen Verpflichtungen werden irgendwann abnehmen, und dann wird mehr Raum für künstlerische Entfaltung sein. Diese Aussicht motiviert ihn, auch in arbeitsintensiven Zeiten die Balance zu halten.

Weitergabe kreativer Fähigkeiten

Langfristig möchte Christian Ambühl seine kreativen Fähigkeiten weitergeben. Workshops, Projekte mit Schulen oder die Förderung junger Talente – es gibt viele Möglichkeiten, Wissen und Können zu teilen. Diese Weitergabe wäre die logische Fortsetzung seines Engagements als Instruktor.

Die Integration von Kunst und Beruf

Die klare Trennung zwischen Kunst und Beruf könnte in Zukunft aufweichen. Christian Ambühl könnte seine kreative Seite stärker in die Öffentlichkeit bringen und zeigen, dass Polizeiführer auch Künstler sein können. Diese Integration verschiedener Lebensbereiche würde sein ganzheitliches Menschenbild unterstreichen.

Das besondere Profil

Die Kombination von Handwerk, Kunst und Polizeiführung macht Christian Ambühl aus der Schweiz zu einer außergewöhnlichen Persönlichkeit. Seine Schreinerlehre legte das Fundament für präzises, praktisches Denken. Seine künstlerische Ader ermöglicht unkonventionelle Lösungen. Seine Führungsposition gibt ihm die Möglichkeit, kreative Ideen in die Praxis umzusetzen. Diese Integration unterschiedlicher Fähigkeiten schafft Synergien: Die Präzision aus dem Handwerk verbessert die Kunst. Die Kreativität aus der Kunst bereichert die Führungsarbeit. Die Struktur aus der Polizei gibt kreativen Projekten Halt. Christian Ambühl bei der Polizei beweist täglich: Kreativität und Struktur sind keine Gegensätze, sondern ergänzen sich. Wer beide Seiten lebt, wird zu einer ganzheitlicheren Führungspersönlichkeit. Die Spraydose und der Schreibtisch, die Werkbank und das Führungsbüro, die künstlerische Freiheit und die organisatorische Verantwortung – all das vereint Christian Ambühl in seiner Person und macht ihn zu einem Vorbild für moderne, vielseitige Führung.